Maria

OK, Ich gebe es zu. Ich bin nachlässig geworden. Meine Kinder haben schnell das Interesse an den Übungen verloren und sich anderen Dingen zugewandt. Also vermute ich, dass ich dadurch den Ansporn verloren habe und die Übungen aus Bequemlichkeit nicht mehr gemacht habe, nachdem ich das Programm einige Wochen lang zuvor sehr überzeugt durchgezogen hatte.

Allerdings versucht mein Mann mir gut zuzureden, da er seinen Beckenboden regelmäßig trainiert und seine schlimmen Rückenschmerzen dadurch weggegangen sind. Ich weiß, dass er es gut meint, aber jetzt lastet zusätzlicher Druck auf mir. Eine Zeit lang habe ich die Übungen konsequent gemacht, aber regelmäßige Bewegung war auch in der Vergangenheit noch nie mein Ding und ich glaube, ich falle geradewegs wieder in dieses alte Verhaltensmuster zurück. Und während ich das zugebe, fühle ich mich sehr niedergeschlagen und ein bisschen allein gelassen, da andere wie ich hörte anscheinend die Übungen ohne Schwierigkeiten immer weiter machen.

Vor ein paar Tagen habe ich mein Lieblingslied in der Küche gespielt und meine Kinder und ich fingen an dazu zu tanzen. Das hat mich ein bisschen aufgeheitert, aber schon das Tanzen hat mich meine Hose wieder einnässen lassen. Ich fühlte mich als würde mich die Nässe in den Arm kneifen, um michdaran zu erinnern, die Beckenbodenübungen wieder zu machen. Ein Teil von mir weiß das ganz genau, aber es scheint, als würde mich ein anderer Teil von mir davon abhalten wollen. Es wird schwer werden, einen Weg zu finden, um mich wieder zu den Übungen zu motivieren.

Alyssa’s Vorschläge und Tipps für Maria

Vergleichen Sie sich nicht mit anderen, die anscheinend mehr Übungen machen. Sehen Sie diese als Inspiration und nicht als Vorwurf Ihnen gegenüber!

Ein anderes Problem sehe ich gewissermaßen in der Auflehnung gegenüber den eher gut gemeinten Ratschlägen Ihres Mannes. Sprechen Sie mit Ihrem Ehemann darüber, wie Sie gerne unterstützt werden möchten. Das Wichtigste für Sie sollte sein, Ihr Ziel zu erreichen, nämlich die Kontrolle über Ihre Blase wieder zu gewinnen und unbedingt einen Weg zu finden, Ihre Beckenbodenübungen regelmäßig zu machen. Stellen Sie sich vor, wie es wäre, dieses Problem einfach nicht mehr zu haben. Oder Sie stellen sich die negativen Konsequenzen vor, wenn Sie es einfach nicht schaffen, Ihre Übungen zu machen. Sie könnten beispielsweise auch versuchen, die Übungen mit dem Bild einer gesunden Mutter für Ihre Kinder zu verbinden oder mit einem unbescherterem Dasein. Jeder Versuch ist es wert und individuell abhängig.

Maria, der Schlüssel zu Ihrem Wohlbefinden liegt darin herauszufinden, was Sie dazu "anheizen" könnte. Eine Gedankenstütze am Kühlschrank, am Badezimmerspiegel oder als Bildschirmschoner wird Sie immer wieder an diese Überlegung erinnern. Oder Sie fragen eine Freundin, ob sie Sie nicht jeden Tag anrufen kann, um zu sehen, ob Sie Ihre Übungen gemacht haben! Denken Sie daran, dass das Trainingsprogramm nicht nur bei Blasenschwäche hilft, sondern auch für mehr Spannung im Bauch und einen starken Rücken sorgt.