OK, Ich gebe es zu. Ich bin nachlässig geworden. Meine Kinder haben schnell das Interesse an den Übungen verloren und sich anderen Dingen zugewandt. Also vermute ich, dass ich dadurch den Ansporn verloren habe und die Übungen aus Bequemlichkeit nicht mehr gemacht habe, nachdem ich das Programm einige Wochen lang zuvor sehr überzeugt durchgezogen hatte.
Allerdings versucht mein Mann mir gut zuzureden, da er seinen Beckenboden regelmäßig trainiert und seine schlimmen Rückenschmerzen dadurch weggegangen sind. Ich weiß, dass er es gut meint, aber jetzt lastet zusätzlicher Druck auf mir. Eine Zeit lang habe ich die Übungen konsequent gemacht, aber regelmäßige Bewegung war auch in der Vergangenheit noch nie mein Ding und ich glaube, ich falle geradewegs wieder in dieses alte Verhaltensmuster zurück. Und während ich das zugebe, fühle ich mich sehr niedergeschlagen und ein bisschen allein gelassen, da andere wie ich hörte anscheinend die Übungen ohne Schwierigkeiten immer weiter machen.
Vor ein paar Tagen habe ich mein Lieblingslied in der Küche gespielt und meine Kinder und ich fingen an dazu zu tanzen. Das hat mich ein bisschen aufgeheitert, aber schon das Tanzen hat mich meine Hose wieder einnässen lassen. Ich fühlte mich als würde mich die Nässe in den Arm kneifen, um michdaran zu erinnern, die Beckenbodenübungen wieder zu machen. Ein Teil von mir weiß das ganz genau, aber es scheint, als würde mich ein anderer Teil von mir davon abhalten wollen. Es wird schwer werden, einen Weg zu finden, um mich wieder zu den Übungen zu motivieren.
« Zurück zu den Tagebüchern