Das erste Anzeichen für Blasenschwäche ist normalerweise der unkonstrollierte Verlust von einigen Tropfen Urin von Zeit zu Zeit. Für die meisten von uns stellt Blasenschwäche im Anfangsstudium keine große Sache dar. Sind die Muskeln, die die Funktion Ihrer Blase unterstützen aber bereits durch die Geburt eines Kindes oder durch die Wechseljahre geschwächt, kann es problematisch werden, da sich die ohnehin schon geschwächte Beckenbodenmuskulatur meist noch weiter zurück entwickelt, sofern man
diesem Bereich nicht die notwendige Aufmerksamkeit schenkt.
Lachen, Niesen, Husten oder Aerobic Übungen führen zu einem erhöhten Druck auf die Blase. Sollte Ihre Beckenbodenmuskulatur zu schwach sein, um dieser Belastung standzuhalten, haben Sie keine Kontrolle mehr über Ihre Harnröhre und verlieren zwangsläufig etwas Urin. Ihre Blase ist "unter Druck", der Fachbegriff dafür lautet "stressbedingte Inkontinenz".
Die Beckenbodenmuskeln liegen tief im Zentrum des Körpers und stützen die inneren Organe. Sie verlaufen von der Vorderseite des Beckens bis zum Steißbein und umschließen Harnleiter, Scheide und Enddarm. Diese wichtige Muskelschicht kann etwa durch Schwangerschaft und Geburt geschwächt werden und somit ihre stabilisierende Wirkung verlieren. Dann kann es passieren, dass noch Monate oder Jahre nach der Geburt unfreiweillig Urin verloren geht. Bei älteren Frauen kann eine Blasenschwäche durch die hormonelle Umstellung in den Wechseljahren entstehen. Jede Vierte ist von Blasenschwäche betroffen, das ernst zu nehmende Problem tritt also so häufig wie Heuschnupfen auf. Die gute Nachricht: bei bis zu 70 Prozent aller Betroffenen kann Kari Bø's speziell entwickeltes Training zur Stärkung der Beckenbodenmuskulatur stressbedingte Inkontinenz beheben, was klinische Studien beweisen.
Stressbedingte Inkontinenz ist die häufigste Form der Blasenschwäche. Die meisten Frauen, die daran leiden, werden feststellen, dass sie die Kontrolle über ihre Blase wieder erlangen können, wenn sie das speziell konzipierte Beckenbodentraining aufnehmen. Eine weitere Form der Blasenschwäche ist die Dranginkontinenz, diese zeichnet sich durch einen starken, nicht aufschiebbaren Harndrang mit unwillkürlichem Urinabgang aus. Bei Überlaufinkontinenz kommt es zu unkontrolliertem Urinverlust, wenn sich die Blase nicht komplett entleert, Urin aufstaut und herausläuft.
Alle Formen von Blasenschwäche sind häufig leicht behandelbar. Suchen Sie einen Urologen oder Facharzt auf, damit Ihnen dieser die für Sie beste Behandlungsmöglichkeit aufzeigen kann.